Ehrenamttagebuch - Teil 21 (2021)

 

So weiter geht es hier im neuen Jahr 2021

Was gab es bisher?

am 03. Januar war H. (Treppenträger) zum Mittagessen hier - Ossobucco und Polenta und Schokoladenkuchen

am 05. Januar war mein Enkel (Sierra Leone) da. Er hatte sich sein Testergebnis beim Arzt hier abgeholt und da es negativ war, durfte er vorbei kommen.

am 07.01.ein Anruf von ihm, dass er Probleme am Ausbildungsplatz hat, weil er so geheult hat, habe ich nicht viel verstanden. Chefin um ein Telefonat gebeten.

am 11.01. hat mich seine Chefin angerufen. Manonmann, da hat er sich so einiges geleistet. ich habe ihr versprochen, dass ich ihm in den Hintern trete.

Er hat eine Abmahnung bekommen und sein Ausbildungsplatz ist in Gefahr - damit auch sein Aufenthalt in Deutschland. Er war doch sehr erstaunt, dass seine "Oma" der Chefin Recht gegeben hat. Sooooo mein Lieber geht es nicht.

Er  muss mir jetzt jeden Abend schreiben, was über den Tag passiert ist. Da sein Deutsch immer schlechter statt besser wird, korrigiere ich somit auch gleich seine Fehler.

am 12.01. Telefonat  mit der Vormundschaft/Jugendamt - der "Vater" hatte ein Schreiben bekommen - wir hatten am 08.01. darüber gesprochen und festgestellt, dass man das nicht verstehen kann. Amtsdeutsch - ich habe den Verfasser angerufen und um Aufklärungen gebeten. Er hat mir alles erklärt. Inzwischen hatte der Vater schon Geld überwiesen, von dem er dachte, das wäre der richtige Betrag.

13.01. heute musste ich ihm hier bei mir erklären, dass die Summe für die Nachzahlung doppelt so hoch ist - auch Menschen mit sehr dunkler Haut können blass werden.

Und nun steht auch fest, dass er 303 Euro Kindesunterhalt pro Monat bezahlen muss - er weiß nicht, wie er das machen soll. Miete, Strom, Kleidung, Essen - und etwas Geld für die Mutter in S.L. - Er tut mir leid, er wurde wirklich reingelegt. Allerdings kann ich mir vorstellen, dass er seinen Freunden sagt, dass der Gebrauch von Kondomen doch keine so schlechte Idee ist.

Gestern habe ich alle meine Schützlinge informiert, dass sie ab Montag nur noch mit FFP2 Masken einkaufen gehen können und auch in öffentlichen Verkehrsmitteln sind sie Pflicht.

100 Masken gehen jetzt in die Post oder werden persönlich überreicht. Treffe  mich mit einer Person und er muss die Masken dann an meine Kursteilnehmer im Ankerzentrum verteilen.

Alle müssen auch noch informiert werden, wie man sie richtig anwendet und dass es nur 1x Masken sind, und dass sie auch Deutscher Produktion sein sollten, keine chinesischen KN-Masken. Immer nur CE mit 4stelliger Prüfnummer.

Es war schon bis heute viel Schreiberei. Dann kommen Rückfragen.

Und ich muss meinen bärtigen Freunden erklären, dass ein hoher Schutz bei Bartträgern nicht mehr gegeben ist. Dabei mag ich Männer mit Bart lieber. Aber was sein muss, muss sein.

Da war noch was - ein junger Mann aus Uganda hat seine Schwester nach Deutschland für ein Jahr im Bundesfreiwilligendienst geholt. Sie arbeitet in einem Altenheim.

Jetzt möchten noch 2 Freundinnen von ihr im Herbst nach Bayern kommen. Sie haben alle eine entsprechende Berufsausbildung. Jetzt bin ich auf der Suche, bis wir was gefunden haben,

können sie noch Deutsch lernen. A1 haben sie schon und bis September ist auch B1 geschafft.

Im Gästebuch hatte ich ja heute schon geschrieben, dass mich Chris in der Maskenaktion unterstützt. DANKE!!!!!!!

21.01.2021

Kaum KOntakt zu meinen Schützlingen, habe sie über den Lockdown i nformiert, weiterhin Masken versandt und mich geärgert, dass man im Landkreis Weilheim den Asylbewerbern chinesischen Schrott angedreht hat. So kann man Müll auch entsorgen und Menschen weiterhin infizieren.

Es waren noch nicht mal KN95-Masken mit Prüfnummer

Am Sonntag war H. aus Uganda da, es  gab Apfelkuchen, und Matjessalat und Bratheringe - alles selbst gemacht - hat er sich mitgenommen.

Leider kam heute Post vom Inkassounternehmen - Fall Sierra Leone - dass sie auf der Bezahlung bestehen, aber es geht  monatlich mit 10 Euro. Weniigstens etwas. Aber ich glaube das Geld hat er auch nicht. Es steht ja auch noch Geld für den Anwalt aus. 700 Euro hatte ich ja schon mal über Crowdfunding organisiert.

Morgen hat er Geburtstag, werde daher das Schreiben vom Inkasso-Unternehmen erst nächste Woche absenden.

Gerade war ich mit Barbados in der Stadt im Sonnenschein spazieren und habe ihm Masken für einige Camp-Bewohner mitgegeben. Er war gestern in München bei SUB (Queer-organisation). Ich weiß schon aus anderen Fällen, dass sie sehr viel helfen kö n nen, Ganz nette Leute da. Der junge Mann freut sich auf jeden Fall, dass ich keine Probleme habe.

Gestern ist er auf der Straße 2 kleinen Kindern begegnet, die heulend vor ihm davon gerannt sind - so schwarz. ich möchte mal wissen, was die Eltern ihren Kindern für einen Mist erzählen.

24.01.2021 -

H. aus Uganda war zum Kaffee da, einfach nur gequatscht und mit einem seiner Freunde geskypt, der für Bekannte aus Uganda einen Platz im Bundefreiwilligendienst sucht. Ich hatte ihm die Website des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes empfohlen, da kann man sich direkt bewerben. Ich wusste aber nicht, wie ich ihm das erklären sollte. Als H. kam, habe ihm erklärt, wie das funktioniert und ihm im Internet den Ablauf gezeigt. Dann haben wir gemeinsam über Skype dies dem anderen jungen Mann, der ca.180 km entfernt wohnt, erklärt. Dabei habe ich gesehen, dass man sich den Bildschirm teilen kann. Weiß aber schon wieder nicht wie das geht.

25.01.2021 - Eine Bewerbung hatte er mir schon vorab geschickt und auch schon Kontakt zu einem Altenheim aufgenommen, aber man braucht die Bewerbung auf Deutsch - habe ich dann am Montag übersetzt.

Dann hat mir mein Sorgenmann aus Sierra Leone - Containeranlage bei München - ein Schreiben - 12 Seiten - der Polizei für Massendelikte geschickt. Bis ich mich da eingearbeitet hatte, sind Stunden vergangen.

Fortsetzung folgt

05.02.2020

Endlich geht das wieder - musste von Internetbrowser auf Edge umsteigen. Hab erst mal meinen Helfer gefragt, ob ich das soll. Ich soll. Da bin ich also wieder

25.01. 

Ich hatte dann die Polizei in Freyung - das ist das Büro für Massendelikte, z.B. schwarzfahren - angerufen. Belegt. Aber wenige Minuten später hat mich der Chef persönlich zurückgerufen. Sehr nett und auskunftsfreudig. Ich soll ihm schreiben, damiit auf jeden Fall erst mal der Termin eingehalten wird. Also

Brief geschrieben - E-Mail hatte nicht funktioniert, da hatte mein junger Freund beim Kopieren etwas abgeschnitten - und gleich zur Post gebracht.

Dann hat er mir ein Schreiben des Fundbüros der DB geschickt. Seine Geldbörse wurde gefunden und liegt noch in Garmisch. Inhalt Bahnticket, Geld 30 € Kreditkarte, Schülerausweis, Ausweis. Die Brieftasche ist bis 26.01. in Garmisch abzuholen. Ja wie denn, erstens ist die Flüchtlingsunterkunft in Quarantäne und außerdem ist ja sein Geld in der Brieftasche. Und er muss 20 € mitbringen um die Geldbörse auszulösen. Geht auch nicht Geld ist ja in der Börse. Also haben wir vereinbart, dass man die Brieftasche gegen Nachnahme von 20 € an mich schickt. Sie war dann am nächsten Tag da, habe ich bei der Post abgeholt. Zuhause umadressiert und noch eine eigene Bio-Nussmischung und 3 FFP2Masken reingelegt. Und wieder zur Post.

Keine Ahnung wie ich mich von anderen Leuten fernhalten soll. Bei uns ist Post und Postbank und ein Schreibwarengeschäft in einem Raum. Viel zu viele Leute auf einmal.

26.01.2021 - Mit meinem "inseparable" nigerianischen Freund in USA telefoniert. Impfung ist für ihn in weiter Ferne, er ist ja kein Amerikaner. So ein Scheiß. Aber immerhin hat er noch für ein weiteres Jahr eine Arbeitserlaubnis erhalten und auch sein Führerschein wurde verlängert.

27.01. - die Polizei hat mich wieder angerufen und wollte noch Details, weil ich gebeten hatte, das Verfahren einzustellen. Ich solle mehr zu seiner Situation erklären, Aufenthalte in der Psychiatrie usw. - habe ich gemacht und hoffe jetzt.

In der Zwischenzeit kam auch von der DB die Mahnung,  die Strafe von 60 € zu bezahlen, mit Säumniszuschlag. Er  konnte ja nicht bezahlen, weil er seine Geldbörse im Zug nach der Kontrolle vergessen hatte. Er hatte übringes ein Ticket, nur reichte das nicht weit genug. Ich fragte ihn, warum er so weit gefahren ist. "Mein Gott hat mich gerufen". Er braucht dringend Betreuung, ist aber für 20jährige Geflüchtete nicht mehr vorgesehen. Die  Caritas vor Ort wird versuchen, etwas zu finden.

Ich habe die DB um Ratenzahlung gebeten. Das geht, 10 € monatlich. Wenigstens etwas.

Dann hat er ja noch das Inkassoverfahren an der Backe. Auchhier  haben wir uns auf eine Ratenzahlung geeinigt.

So ein junger Mann kann mich schon viele Stunden beschäftigen.

29.01. 

Den Professor in der UNI-Klinik in Regensburg gefragt, ob der Termin für SM aus Uganda am 03.02. weiterhin besteht. Besteht. Also SM informiert, dass er fahren kann.

Rolkoffer organisiert und an MB, Sierra Leone gegeben, der am 11.02. verlegt wird, in die Elendsunterkunft mit 10 Leuten in einem Zimmer. "Grandma ich will bei Dir in Waldkraiburg bleiben". Geht leider nicht. Diese Unterkünfte sind nicht verhandelbar. Ich war ja schon mal in dieser Unterkunft in Schrobenhausen, weil die Ugandaer da hin verlegt wurden und ich sie besucht hatte. grauenhaft

Die Leute werden verlegt, aber niemand von der Regierung  kümmert sich um Koffer. Das Ankerzentrum steht hier vor großen Problemen, denn man braucht jeder Jahr 100erte Koffer. 

Nachdem mir Chris schon welche gebracht hatte - sind natürlich schon lange weg - habe ich von meinem "Weitertratsch" noch 6 bekommen. Wichtig ist, dass sie auf Rollen sind. Es sind sogar 2 ganz edle Samsonit dabei. Sehen aus wie neu.

MB und ich haben bei der Gelegenheit einen anderen Mann  aus Sierra Leone per Videocall angerufen. Er hat sich sehr gefreut. Die beiden sind in Zukunft nur ca. 15 km auseinander, so können sie sich vielleicht wiedersehen.

05.02. in der Zwischenzeit viel Papierkram, viele Whatsapps mit meinen Schützlingen. Immer wieder Infos, die sie wissen sollten.

Heute z.B., dass sie keine E-Mails öffnen dürfen, die auf org enden. Damit holen sie sich Schadsoftware aufs Handy. 

Da man per Whatsapp immer nur 5 Personen benachrichten kann,dauert das sehr lange.

07.02.

Vor ein paar Tagen hat mich mein "Enkel" angerufen und mir gesagt, dass er solche Bauchschmerzen hat. Jetzt geht es ihm am Ausbildungsplatz wieder gut, er ist in der Lackiererei und versteht sich mit seinem Vorgesetzten sehr gut. Allerdings möchte er schon wieder als Mechatroniker arbeiten. Aber jetzt ist da erstmal Ruhe eingekehrt. Bauchschmerzen: Ich habe ihm gesagt, wenn es schlimmer wird, soll er einen Arzt rufen.

Gestern sagte er mir, dass es dann wieder besser wurde, aber immer wieder kommt. Morgen hat er Homeschooling, da kann er einen Termin beim Arzt organisieren. Ich habe ihm geraten, nicht bei dem Arzt in Waldkraiburg zu bleiben, sondern sich einen in seiner Nähe zu suchen. Seine Chefin soll ihm einen guten Arzt nennen, ich kenne mich in Mühldorf nicht aus.

Gestern hatte ich Kuchen gebacken - nachdem H. moniert hatte, dass ich immer die beiden gleichen Arten backe, habe ich mich gestern mal an einen anderen Kuchen gemacht - Nusskuchen, mit ganz wenig Mehl, aber viel Haselnussmehl und gemahlenen Haselnüssen und nur der halben Menge Zucker und 5 statt 4 Eier. Ich habe ihn dann angerufen, dass er sich etwas abholen kann. Er kam in einem Rennradler-Dress - irre tolle Erscheinung.

Später kam die Nachricht, dass der Kuchen sehr gut ist.

Heute habe ich dann ein Angebot für ein iPhone bekommen, habe das per Whatsapp verbreitet. Nach 5 Minuten war es weg. 

Rätsel: 

Was ist der Unterschied zwischen einem Hund und einem Geflüchteten? Meine Bekannten fragen ja immer, ob ich keine Angst habe vor den Afrikanern, wenn ich durch den Park gehe oder andere Wege. Nein habe ich nicht. Heute war ich unterwegs, kommt mir eine Frau mit einem Kampfhund entgegen - ohne Maulkorb - er wurde agressiv und sie hatte Probleme ihn von mir wegzuziehen. Zur Seite gehen konnte ich nicht,bzw. wollte ich nicht, weil da ein Hundehaufen war, so habe ich versucht, auf einem Bein  zu stehen bis der Hund weg war. Mich hat noch nie ein Geflüchteter versucht zu beißen und auf auf die Wanderwege scheißen sie auch nicht. Also ich weiß wieder einmal mehr wo meine Sympathien sind.

 

Chris hat mir wieder einmal finanziell unter die Arme gegriffen, nachdem sie mich ja  auch beim Maskenkauf unterstützt hatte. Vielen lieben Dank

Ich hatte ja immer wieder mal von einem Ugandaer berichtet, der nach Italien abgeschoben wurde. Er hatte vor mehr als einem Jahr eine Bleiberecht für 5 Jahre bekommen. Dadurch ist aber aus der Fürsorgepflicht des Staates raus und muss sich um sich selber kümmern. Heißt, wenn er keinen Job hat, lebt er auf der Straße. Ein Jahr hat er jetzt als Helfer  in einem Sanka gearbeitet, das Projekt ist ausgelaufen - war mit einer Bleibe verbunden. So und nun ust die Unterkunft weg und er lebt jetzt im Winter auf der Straße. Nachts darf er in ein  Dormotorio, welches er aber tagsüber verlassen muss.

Ich bin nur froh, dass ich ihm vor 2 Jahren mit Eurer Hilfe Geld schicken konnte, damit er sich warme Sachen kaufen kann.

Von einigen Jemeniten habe  ich tolle Artikel über ihr Land bekommen. So ein zerrissenes Land, in seiner heutigen Form sehr jung, und schon immer haben andere ihre Finger im Spiel gehabt. 

Es sind sehr sprachbegabte Leute und die meisten, die ich vor ca. 2 Jahren kennengelernt habe, haben inzwischen B1 oder sogar B2. Sie haben natürlich auch mehr Möglichkeiten Sprachkurse zu besuchen, weil sie subsidären Schutz haben. 

Leute, die ausreisepflichtig sind, dürfen das nicht, dabei würden auch ihnen Sprachkenntnisse helfen. Tourismus gibt es überalll und Deutsche auch. Selbst jetzt sind sie mit Kreuzfahrtschiffen unterwegs - unfaßbar. Der Mann aus Sierra Leone, der in Münchsmünster ist, hat nur eine Chance in Deutschland bleiben zu dürfen, wenn er eine Ausbildung macht, er braucht aber min. B1. Es gibt aber im Landkreis Pfaffenhofen kein Angebot und auch keine Ehrenamtler - abgesehen davon, dass zur Zeit Corona vorherrscht. Aus Altersgründen darf er auch keine Vorbereitungsberufsschule besuchen.

Ein Schelm, der böses dabei denkt.

13.02.2021 - Rückschau: 

Am Montag hatte ich ein iPhone angeboten - nach ein paar Minuten war es schon vergeben. Allerdings hat es der junge Mann dann doch nicht genommen, er wollte es seiner Schwerter zum Geburtstag nach Sierra Leone schicken, aber sie will lieber ein Smartphone. Jetzt hat es meine Schwester genommen. Ihres ist schon mehr als 10 Jahre alt. Da darf man wechseln. Ich habe ja meines auch gebraucht gekauft - vom selben Verkäufer.

Am Dienstag war der Junge Mann aus SL da, hat Fotos gemacht und dann abends doch mitgeteilt, dass er es nicht nimmt. 

Am Nachmittag mit USA geskypt. Und mein "Enkel" hat mir mitgeteilt, dass er so Bauchschmerzen hat - OMA !!!!!!;, am Montag durch seine Chefin bei einem Arzt war, der ihn aber nicht angeschaut hat, sondern nur Säureblocker gegeben hat. Ich habe ihm dann Internisten in Mühldorf rausgesucht. Er hat kein Sodbrennen, sondern Bauchschmerzen.

Mittwoch: Der "Tower" - 2 m langer junger Sierra Leoner - war da um zum Abschied mit mir eine Tasse heiße Schokolade und selbst gebackenen Kuchen zu essen. Für Donnerstag hat er ja seinen Transfer nach Schrobenhausen - leider kenne ich diese Elendsunterkunft. Zum Trost habe ich ihm eine Nussmischung und Datteln mit gegeben. Alles von Schmütz - alles bio.

Ein anderer aus Nigeria, im Landkreis Erding, hat mich angerufen, was er machen soll, damit er eine Ausbildung als Altenpfleger machen kann. Ich hatte ihm ja schon mal 2 liebe Ehrenamtlerinnen vermittelt. Es soll diese ansprechen und dann waren hier vor 2 Jahren 2 andere Nigerianer, zu denen er auch noch Kontakt hat, zu beiden habe ich auch noch Kontakt und beide machen diese Ausbildung. Sie soll er auch mal fragen. Aber ich bin mir beim ihm nicht sicher, dass er diese Ausbiludng durchsteht, er ist so ein Hektomatiker (nervös). Ihn hatte ich  ja mal nach einer Schlägerei bei der Polizei als Zeugin rausgepaukt.

Freitag:Mein Enkel: Internist hat nichts gemacht, weil I. keine Überweisung hatte und hat ihn in die Notaufnahme vom KH geschickt. Ist der Depp aber nicht hingegangen, natürlich habe ich ihn für Samstag hingeschickt. Er ist schon seit einer Woche ohne Krankschreibung zuhause - ich habe ihm gesagt, dass er damit seinen Ausbildungsplatz aufs Spiel setzt.

Dann kam eine Whatsapp von einem Peruaner  im Ankerzentrum - er will mich sprechen - also habe ich mich mit ihm an Nachmittag vor dem Camp getroffen - es war saukalt. Er hatte nur eine Kapuzenpulli an - und ganz warme Hände. So gemein. Was er von mir wollte? Tja - er wollte bei mir kochen, weil das Essen im Camp nicht schmeckt und auch nicht scharf genug ist.

Was habe ich mich wieder mal über Corona gefreut. Zur Zeit sehe ich nur positive Seiten. Endlich muss man niemand mehr die Hand geben, es meint niemand mehr, dass man sich unbedingt umarmem muss, und um 21 Uhr müssen alle wieder zu hause sein (leider schon wieder vorbei). Auch wir sind hier unter einen Wert von 100 gerutscht.

Dann habe ich versucht, den Tower zu erreichen. Endlich am späten Nachmittag - Grandma es  ist grauenhaft - 8 Personen in einem Zimmer. Ich habe ihm geraten rauszugehen und die STadt zu erkunden. Schrobenhausen ist eine sehr schöne kleine Stadt. Hat er mir später dann auch bestätigt.

Heute Samstag, 13.02. - Frage von  E. aus Afghanistan, ob ich ihm was ausdrucken kann. Kann ich, mal sehen, wann er die vielen Seiten abholt.

Bilder vvom Enkel aus dem Krankenhaus/Notaufnahme - total verkabelt. Mal sehen, was der Arzt sagt.

Tower gefragt, was er gekocht  hat - nur Reis. Das geht nicht, er soll sich uim Gemüse kümmen und Hülsenfrüchte essen.

Valentinstag - ist normalerweise völlig unwichtig. Aus USA habe ich eine selbstgemalte Rose erhalten. Darüber steht: For my own very special EVA. Da sind bei mir doch die Tränen gelaufen.

Montag, 15.02.21 E. aus Afghanistan hat sich Fotokopien abgeholt. Es ging u.a. auch um den Familiennachzug seiner Tochter. Sie ist 12 Jahre alt, soll aber  eine Sprachniveau in Deutsch von B1 haben, ja wo denn in Afghanistan - sie  hat noch nicht mal Zugang zu einer Schule. Um ihre Papiere  zu bekommen, muss sie nach Islamabad/Pakistan. Mit 12 Jahren!!!! die Oma ist  zu alt um sie zu begleiten. Da werden unnötige Steine in den Weg gelegt.

Dienstag, 16.02.21  Enkel ist am Nachmittag aus dem KH raus gekommen und hat mir den Krankenbericht zum Ausdrucken zugeschickt. Steht da doch nicht drin, dass der Hausarzt noch eine Darmspiegelung veranlassen muss. Jetzt war er 4 Tage im KH, warum hat man das nicht da gemacht.?

Mittwoch, 17.02.Da fehlt er doch wieder in der Arbeit. Ich habe dann für Mittwoch hier einen Termin bei seinem Hausarzt gemacht. Er kommt mit dem Zug um 9 Uhr 40 und holt mich ab. Also Termin für 10 Uhr 15 vereinbart. Um 10 Uhr war er noch nicht da, also bin ich zum Hausarzt und habe wenigstens den KH-Bericht abgegeben. Enkel hatte den Zug verpasst und ist mit dem Rad nach Waldkraiburg gekommen. Um 11 Uhr stand er dann vor meiner Tür. Darf man Enkel erschlagen? Oma der Krankenbericht vom KH war schon beim Arzt. Ja warum wohl. manonamnaaonananan. Sein Zug ging gleich wieder zurück.

Im Krankenhaus ist man von einer Gastritis ausgegangen. Was allerdings noch durch die Darmspiegelung abgeklärt werden muss. Ärtze !!!!!!!!!

Abends ein Anruf "Oma, ich habe wieder solche Schmerzen". Ruf den Notarzt. 2 Stunden später, ich wollte eigentlich schlafen "Oma, es geht mir wieder besser". Was hast du gegessen? Pommes mit Mayonnaise und Kebab. Kein Wunder. Pommes sind gestrichen, gekaufte Mayonnaise sowieso - wer frist so eine Scheiße.

Für 16 Uhr hatte ich mit einem Ugandaer vereinbart, dass er mich mit einem Freund zusammen anskyped, weil ich diesem Freund bei den Hausaufgaben helfen sollte. Bis 17 Uhr hat sich der Freund aber nicht eingefunden. Zukünftige Hilfe fällt aus!!!

Freitag,  19.02. - ich war für meinen Enkell im Bio-Ladden einkaufen und bin dann am Nachmittag mit meiner Schwester zu ihm gefahren. Kefir, Joghurt, verschiedende Tees, Gewürze, Raps- und Olivenöl und Haferflocken für Porridge. 

Am Vormittag habe ich mit dem Lehrer von meinem psychisch-kranken Schützling telefoniert. Er macht sich in der Schule "Homeschooling" jetzt recht gut, aber jeder braucht einen Laptop, deutschen Schülern wird dieser vom Staat zur Verfügung gestellt, aber nicht einem Geflüchteten. Ob unser AK Asyl helfen kann. Da er aber zum Landkreis Ebersberg gehört, kann ich das vom AK Waldkraiburg, LK Mühldorf nicht erwarten.

Hat jemand einen Laptop zur Verfügung????

Ich habe ihn an die Caritas in Ebersberg verwiesen. Die Schule könnte ja auch sammeln. Mein Schützling meinte, ich würde das evtl. machen. 

Samstag hat er sich dann tiefgefrorene Forellen gekauft und die Nacht gut überstanden. Montag ist Schule zuhause und am Dienstag geht er hoffentlich wieder in die Arbeit.

Samstag, 20.02.21 Mein Ugandischer Trainer war um Abendessen da. Ich hatte in Bremen Bio-Lachs bestellt. Ich glaube, es hat ihm geschmeckt. Eingepackt habe ich ihm auch eine Riesenportion und Kuchen hatte ich auch gebacken.

Sonntag, 28.02.2021 - Rückblick

Danke an Chris, die mir bereits ein Tablet organisiert hat  - sie hat wirklich Energie und gute Freunde. Ein Laptop ist auch noch auf dem Weg zu mir. Ich nehme gerne noch mehr. 

Montag, 21.02.2021

Abens Anruf von meinem Enkel. Meine erste Frage "wie war homescholling?" Oma ich habe so Bauchweh und war heute in Waldkraiburg beim Arzt.

Meine Frage: Was h ast Du denn von den Lebensmitteln gegessen, die ich die gebracht habe, welche Tees hast Du getrunken, welche Gewürze benutzt?

 

Kontakt

Schnitker Eva
Waldkraiburg
84478
Telefon und Adresse bitte per E-Mail erfragen eva.schnitker@t-online.de